Garmin Forerunner 735XT Triathlon Uhr im Test | Shuru.de
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Garmin Forerunner 735XT im Test

garmin forerunner 735xt mit ovp
Avatar von Max
Geschrieben von Max
Wissenslevel    

Die Garmin Forerunner 735XT ist das Highend-Modell für Triathleten des Navigationsgeräte Herstellers. Sie ist nicht nur eine reine Sportuhr, sondern kann im Alltag auch eine super Smartwatch sein. Ob sie eine gute Figur im Training, Wettkampf, Alltag und Bett macht, muss ein Test zeigen.

Funktionsübersicht der Garmin Forerunner 735XT

  • Abmessung: 45 x 45 x 11,7 mm
  • Displayauflösung: 215 x 180 Pixel, Farbdisplay
  • Gewicht: 40,2 g
  • GPS/GLONASS
  • Wasserdicht bis 50 Meter (5 ATM)
  • Speicher: 80 Stunden Aktivitätsdaten
  • Optischer Herzfrequenzsensor
  • ANT+, Bluetooth 4.0 kompatibel
  • Trainingsplanung
  • Kalorienberechnung
  • Trainingseffekt
  • Vibration und akustische Signalgebung
  • VO2max, Laktatschwellenberechnung
  • Schwimmfunktionen: Zählen von Bahnen, Zügen, Distanz, Pace und erkennen des Schwimmstils
  • Radfahr- und Lauffunktionen: Virtual Partner, Virtual Racer, Streckenfunktion, Auto Pause, Auto Lap, Auto Scroll, Zonenalarm,
  • Aktivitätsfunktionen: Schrittzähler, automatisches Schrittziel, Inaktivitätswarnung, Schlafüberwachung, 24h Pulsaufzeichnung
  • Multisport
  • Garmin Connect App
  • Garmin IQ Apps
  • USB Schnittstelle
  • Diverse Vorhersagen und Prognosen

Auf ein paar besondere Funktionen möchte ich noch eingehen. Sie sind in der Tabelle nicht eindeutig verständlich, jedoch für manche aber vielleicht ein Kaufgrund.

Fitness Tracker

Der Fitness Tracker ist wie bei vielen anderen Smartwatches. Schrittzähler und Pulsverlauf über den ganzen Tag (sofern du das aktiviert hast), sowie Inaktivitätswarnung, wenn man zu lange sitzt. Genauso kann man ein Tages-Schritt-Ziel angeben oder automatisch berechnen lassen.

GPS

Die Garmin Forerunner 735XT hat einen integrierten GPS und GLONASS Empfänger (GLONASS ist das russische Pendant zu dem amerikanischen GPS). Somit ist eine sehr schnelle und genaue Standorterkennung möglich. Ich habe beide Systeme aktiviert und vor jeder Trainingseinheit wurde nach 15–20 Sekunden bereits ein optimales Signal gefunden und ich konnte ohne bedenken Sport machen. Auch unter bedecktem Himmel im Wald konnte ich keine Abbrüche verzeichnen. Die Positionierung verlief sehr genau.

Herzfrequenzmessung am Handgelenk

Wie die Garmin Fenix 3 und viele aktuelle Smartwatches bietet die Forerunner 735XT eine Pulsmessung am Handgelenk. Dies ermöglichen drei kleine grüne LEDs und ein Lichtsensor auf der Rückseite der Uhr. Die Uhr nutzt die sogenannte Pulsoxymetrie Technik (Mehr dazu findest du im Shuru.de-Lexikon Artikel!).

UltraTrac

Um die Akkulaufzeit zu erhöhen kannst du den UltraTrac Modus für lange Wettkämpfe aktivieren. Hierbei wird das GPS zeitweise ausgeschaltet und der Beschleunigungssensor der Forerunner 735XT für die Geschwindigkeit und Distanzberechnung benutzt. Logischerweise ist die Genauigkeit dadurch reduziert. Für den UltraTrac Modus musst du die Uhr ein paar mal ohne diesen Modus nutzen, um sie zu kalibrieren.

Vorhersagen und Prognosen

Sobald man im Aktivitätenbereich (einmal die Start/Bestätigen Taste drücken) ist, kann man unter Menü -> Eigene Statistiken diverse Hilfsdaten anzeigen lassen:

  • Erholungsratgeber: Wie lange man sich nach dem Training/Wettkampf bis zur vollständigen Regeneration ausruhen muss
  • VO2max: Maximale Sauerstoffaufnahme pro Kilogramm Gewicht
  • Lauf-Prognose: Zielzeiten für die Wettkampfdistanzen: 5km, 10km, Halbmarathon, Marathon
  • Laktatschwelle: Berechnung der Laktatschwelle
  • FTP: Berechnung der Functional Treshold Power
  • Rekorde: Rekorde in allen drei Sportarten über diverse Distanzen und Zeiten

Einige Werte lassen sich nur durch einen externen Brustgurt ermitteln.garmin-forerunner-735xt-am-laptop

Widgets – dein Kontrollzentrum am Handgelenk

Toll finde ich die Widgets. Über sie kannst du dir zusätzliche Informationen abrufen. Sie können individuell eingerichtet werden, sodass ich direkt die Informationen bekomme, die ich möchte. So wird mir mit nur wenigen Tastendrücken der Puls, meine nächsten Termine, das aktuelle Wetter und meine Benachrichtigungen auf dem iPhone angezeigt. Die Standard Widgets können dann noch um Connect IQ Widgets von anderen Usern ergänzt werden.

ConnectIQ

Im ConnectIQ Store können neue Funktionen, die von der Community erstellt wurden, heruntergeladen und auf die Uhr übertragen werden. Diese sind in vier Kategorien unterteilt:

  1. Anwendungen: Sie ergänzen die Uhr um neue Funktionen. Heruntergeladene „IQ Apps“ können schnell über das Aktivitäten Menü gestartet werden. Ich habe bereits von Anfang an die Stoppuhr-App installiert und nutze sie regelmäßig.
  2. Datenfelder: Datenfelder sind Anzeigen während einer Aktivität. Somit können die Standardanzeigen, die bereits sehr umfangreich sind, noch erweitert werden.
  3. Watch Faces: Sie verleihen der Uhr das Aussehen. Diverse Designs mit vielen unterschiedlichen Anzeigen (wie dem Pulsverlauf, Schritte etc.) ermöglichen es, die Uhr-Anzeige so gestalten wie man es will. Ich habe mir das minimalistische „NoFrills“ Watch Face ausgesucht – Uhrzeit, Schritte, Datum, Akkustand – mehr brauch ich nicht.
  4. Widgets: Zusätzliche Widgets ergänzen den Uhrenmodus um Funktionen im Schnellzugriff.

Live Tracking

Mittels Live Tracking überträgt die Uhr die aufgezeichneten Daten Live auf dein Smartphone. Von dort aus werden sie direkt an die Garmin Server weiter geschickt. Freunde kannst du via E-Mail, Facebook und Twitter zum verfolgen in Echtzeit einladen. Sie sehen alle Daten, die die Uhr aufzeichnet – auch die Werte deiner ANT+ Geräte, wie die des Leistungsmessers.

Praktisch, jedoch muss man das Smartphone dabei haben. Beim Radfahren noch möglich, stört mein iPhone 6 Plus beim Laufen dann doch schon etwas. Eine nette Funktion, für Trainer oder Freunde, die ihre Athleten und Freunde Live verfolgen möchten. Für einen Triathlon-Wettkampf nicht geeignet, da elektronische Geräte sowie verboten sind.

Insights

Auf Basis von Big Data Analysen deiner Daten gibt Garmin interessante Einblicke in das tägliche Leben. Jedoch beschränken sich diese bei mir aktuell nur auf die Schrittzahl und meinem Schritt-Tagesziel. So erhält man eine Benachrichtigung, wenn man vergleichsweise weniger als sonst gegangen ist oder überdurchschnittlich viel. Das hätte ich auch fast selbst erraten können. Bis jetzt war die einzige
Nachricht, dass ich mich mehr als der Durchschnitt der Bevölkerungsgruppe bewege, etwas interessanter. Hinzu kommen noch Links zu passenden Artikeln zu dem Thema, wie etwa der Abnutzung der Schuhe. Jedoch habe ich diese nur in der englischen Version der App erhalten.garmin connect app insights

Verbindung mit Garmin Connect

Viele weitere Funktionen ergeben sich erst in Verbindung mit einem Smartphone und der Garmin Connect App. Das Wetter, kommende Kalenderereignisse, Smartphone Notifications und viele Online Funktionen werden über die Bluetooth 4.0 Verbindung übertragen. Eine Erklärung zu diesen Funktionen findest du weiter unten unter Garmin Connect App und Garmin Connect Website.

Lieferumfang

Die Garmin Forerunner 735XT gibt es in drei Varianten:

Einzelgerät

Als Einzelgerät wird neben der Uhr selbst noch das Ladekabel, sowie eine gedruckte Version des Handbuchs geliefert.

Run Bundle

Beim Run Bundle wird neben der Uhr und dem Ladekabel wird noch der Garmin HRM-Run Brustgurt mitgeliefert. Dieser bietet neben der normalen Pulsmessung 6 Laufeffizienz und Laufökonomie Werte.

Tri Bundle

Im Tri Bundle befindet sich die Forerunner 735XT und zwei weitere Pulsgurte. Zum einen der HRM-Tri Brustgurt, der ähnlich wie der HRM-Run des Run Bundles ist. Jedoch besteht das Problem unter Wasser, dass keine Daten zwischen Gurt und Uhr ausgetauscht werden können. Der Tri-Brustgurt speichert die Daten und sendet sie an die Uhr, sobald eine Verbindung besteht. Als zweiter Brustgurt ist der HRM-Swim Gurt beinhaltet. Er ist extra für das Schwimmbadschwimmen ausgelegt und gegen Schwimmbadchemikalien geschützt. Zusätzlich ist er rutschfest, wodurch er beim Abstoßen vom Beckenrand an der richtigen Stelle bleibt.

Garmin Forerunner 735XT Unboxing

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Garmin Connect App

Bevor ich nun auf die Bedienung und Nutzung eingehe, möchte ich dir noch die Garmin Connect App für das iPhone und android-fähige Gerät vorstellen. Verbindest du die Forerunner 735XT mit deinem Smartphone so wird erst die ganze Smartwatch Vielfalt der Uhr sichtbar (dazu später mehr).

Zusätzlich kannst du fast alle Einstellungen für die Uhr in der App vornehmen. Auf dem größeren Display ist es einfacher dich durch alle Konfigurationsmöglichkeiten zu bewegen – schau aber auf alle Fälle noch mal in die Einstellungen direkt auf der Uhr. Dort findest du noch weitere nützliche Funktionen!

Ein großes Manko ist die ständig benötigte Internetverbindung. Egal, ob man sich ein Training, Insights oder Statistiken anzeigen lassen möchte – ohne Internetverbindung erhält man nur eine Meldung, dass die Daten nicht geladen werden konnten.



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Allgemeine Bedienung

Die Menüführung der Forerunner-Serie ist meist sehr ähnlich. Zu anderen Serien kann diese jedoch stark abweichen. Bist du, so wie ich, Umsteiger von einem anderen Hersteller, so ist die Menüführung jedoch intuitiv und schnell verinnerlicht. Die Eingewöhnungsphase ist kurz und die Menüstruktur simpel aufgebaut. Dadurch, dass man die meist genutzten Funktionen auch über die Garmin Connect App einstellen kann, ist ein endloses Tastendrücken selten nötig.

Laden und Datenübertragung

garmin forerunner 735xt ladenAufgeladen wird die Uhr über das mitgelieferte Ladekabel. Auf der einen Seite eine USB 2.0 Schnittstelle und auf der anderen Seite eine Ladeklemme für die Uhr. Sie hat auf der Unterseite 4 kleine Pins, über die die Uhr mit Strom versorgt wird. Die Klemme ist einfach anzubringen und sitzt sehr fest an der Uhr. Das Kabel wird auch als Datenkabel genutzt, um z.B. neue Updates einzuspielen. Etwas schade finde ich, dass ein USB Netzteil fehlt. So muss man sich erst ein neues kaufen, ein bestehendes nutzen oder die Uhr immer am Computer aufladen.

Die Datenübertragung erfolgt entweder über das Kabel oder sehr viel einfacher über Bluetooth mit einem gekoppelten Smartphone und der Garmin Connect App. So werden alle Daten, wie Wetter, Notifications, Widgets und auch die absolvierten Trainings automatisch übertragen und in Garmin Connect hochgeladen.

Garmin Forerunner 735XT mit Smartphone verbinden

Trainingseinheiten werden nicht nur automatisch von der Uhr an die App übertragen, sondern auch direkt auf die Garmin Server hochgeladen. Hat man eine zusätzliche Software mit Garmin Connect verbunden (wie z.B. Trainingpeaks), werden die Daten dann auch direkt dort hin übertragen.

Die Datenübertragung von externen Geräten, wie dem Brustgurt, Trittfrequenz- und Leistungsmessern erfolgt ausschließlich über ANT+. Die Kopplung ist sehr einfach gehalten und funktionierte in meinen Tests schnell und fehlerfrei. Durch die Erkennung des Gerätetyps werden zusätzliche Informationen automatisch aktiviert und aufgezeichnet.

Tasten

Du hast insgesamt 5 Tasten, die zur kompletten Bedienung der Uhr genutzt werden:

  • Mit der Taste oben Links kannst du die Hintergrundbeleuchtung und die Tastensperre aktivieren.
  • Mit etwas Abstand dazu befinden sich die Auf und Ab Tasten. Diese werden zum Umschalten zwischen verschiedenen Ansichten benutzt. Zusätzlich sind sie in einigen Menüs mit Zusatzfunktionen belegt. Das erreicht man, indem man die Auf-Taste länger drückt.
  • Oben rechts findest du die Bestätigen/Start-Taste. Mit ihr kannst du deine Auswahl bestätigen oder dein Training starten und stoppen.
  • Unten rechts befindet sich die Zurück/Runden-Taste. Sie wird benutzt um im Menü eine Ebene nach oben zu gehen oder eine Runde zu beenden.

garmin forerunner 735xt outdoorDie Forerunner Serie bietet bei allen Modellen haptische Tasten an. Im Gegensatz dazu steht die vívoactive Serie, die für die meisten Funktionen ein Touchscreenbedienung hat. Mir gefällt diese Art der Steuerung viel besser, da man ein direktes Feedback hat und nicht auf die Uhr schauen muss, ob man eine Taste getroffen hat. So kann man sich auf das Training oder den Wettkampf fokussieren.

Die Alternativ-Belegung der Auf/Ab-Tasten finde ich nicht sonderlich nutzerfreundlich, jedoch sehe ich auch keine andere Möglichkeit. So ist die Musik- und Uhrsteuerung im Uhren-Modus nur so erreichbar. Durch die langen Bedienwege nutze ich diese Funktionen nur sehr selten.

Hierzu noch ein Hinweis:

Die Uhr ist wasserdicht, jedoch sollte man die Tasten nicht unter Wasser bedienen. Dies kann langfristig Schäden an den Tasten verursachen.

Display

Das Display ist ein 215 x 180 Pixel Farb-Display. Es füllt jedoch nicht den ganzen inneren Bereich der Uhr aus. So ist es oben und unten etwas abgeflacht. Die Menü- und Trainingsansichten sind vertikal in drei Bereiche unterteilt, sodass alle Auswahlmöglichkeiten gut sichtbar sind.

Der Kontrast ist für die meisten Umgebungen okay. Um Energie zu sparen sind die meisten Darstellungen mit einem schwarzen Hintergrund und weißer Schrift. Während eines Trainings ist dies andersrum: Weißer Hintergrund mit schwarzer/farbiger Anzeige. Dadurch spiegelt das Display weniger garmin forerunner 735xt mit schwachem Kontrastund die Inhalte sind auch bei starker Sonneneinstrahlung gut zu erkennen. Ist die Umgebung jedoch sehr hell und wenig Licht fällt direkt auf die Uhr, wird es schwer die Daten abzulesen (dies tritt auf, wenn du gegen die Sonne läufst/fährst und eine Sonnenbrille trägst). So hilft es meist nur, das Handgelenk so zu drehen, dass das Display etwas mehr Licht abbekommt und somit kontrastreicher wird. In Dunkelheit – ohne aktivierter Hintergrundbeleuchtung – ist das Display kaum ablesbar.

Hier habe ich einen Tipp: Im Menü kannst du unter Einstellungen -> System -> Beleuchtung -> Armbewegung die automatische Beleuchtung aktivieren, sobald du dein Arm bewegst. Drehst du nun dein Armgelenk und die Umgebung ist dunkel genug, wird die Beleuchtung automatisch aktiviert. Somit sparst du dir den Knopfdruck in Dunkelheit und kannst bei vielen wechselnden Lichtverhältnissen dem schlechtem Ablesen entgegenwirken.

Akkulaufzeit

Je nach Einstellung und Nutzung hält eine Aufladung zwei Tage bis mehrere Wochen. Ich habe die Smart Notifications und Fitness Tracker Funktionen aktiviert, wodurch eine ständige Bluetooth Verbindung mit meinem iPhone besteht und mein Puls und Schritte regelmäßig aufgezeichnet werden. Die Schlaf Tracking Funktion nutze ich nicht, da die Uhr nachts auf meinem Nachttisch liegt. Ohne Training hielt sie 12 Tage am Stück. Die offizielle Laufzeitangabe für diesen Modus beträgt 11 Tage – somit würde ich die Angaben als realistisch ansehen.

Im Training nimmt die Laufzeit natürlich schneller ab. Bedingt von der Trainingsdauer, Anzahl der Trainingseinheiten, Frequenz der Datenaufzeichnung, der Nutzung weiterer ANT+ Geräte, des internen GPS und Pulsmessers und Beleuchtung, muss ich sie alle zwei bis drei Tage aufladen.

Garmin gibt bis zu 14 Stunden Laufzeit mit aktiviertem GPS und Pulsmessung am Handgelenk an. Für eine Ironman Langdistanz bei manchen vielleicht etwas knapp. Für diesen Fall kann der UltraTrac-Modus aktiviert werden, wodurch weniger Datenpunkte aufgezeichnet werden. Somit verlängert sich die Laufzeit auf bis zu 24 Stunden.

Hier noch mal alle Akkulaufzeiten in der Übersicht („bis zu“ Angaben von Garmin):

  • 9 Wochen ohne Verbindungen und Fitness Tracker Funktion
  • 8 Wochen mit Fitness Tracker Funktionen
  • 4 Wochen mit Fitness Tracker Funktionen und Notifications
  • 11 Tage mit Fitness-Tracker-Funktionen, Notifications und Pulsmessung am Handgelenk
  • 24 Stunden im UltraTrac-Modus
  • 21 Stunden im UltraTrac-Modus und Pulsmessung am Handgelenk
  • 16 Stunden Aktivitätsaufzeichnung mit GPS
  • 14 Stunden Aktivitätsaufzeichnung mit GPS und Pulsmessung am Handgelenk
  • 10 Stunden bei Verwendung von GPS + GLONASS und mit Pulsmessung am Handgelenk

Weitere Sensoren und Zubehör

Grundsätzlich lässt sich jedes externe Gerät, welches über ANT+ kommuniziert mit der Forerunner 735XT koppeln. Garmin selbst bietet eine Vielzahl an zusätzlichen Geräten an. Aber auch Drittanbieter Zubehör wird sehr gut unterstützt. Mein Power2Max Leistungsmesser, mein Tacx Rollentrainer und der Garmin HRM-Tri-Brustgurt ließ sich sehr einfach verbinden und alle bereitgestellten Daten werden aufgezeichnet.

Software Updates

Die Software auf der Uhr selbst lässt sich über zwei Wege aktualisieren: Sowohl über das USB Datenkabel als auch über die Garmin Connect App. Ein manuell gestartetes Update funktioniert nur via Kabel und der PC/Mac Software Garmin Express. Das letzte Update hat er bei mir automatisch über die App geladen und auf die Uhr übertragen. Ich musste es dort nur zur Installation bestätigen. Genau so sollten Updates eingespielt werden – toll!

Die Uhr im Sport

Das, wofür man eine Forerunner 735XT kauft: Den Sport. Sie ist für Schwimmen, Laufen und Radfahren und den Triathlon Wettkampf gedacht. Aber auch weitere Sportarten lassen sich damit betreiben. Insgesamt kann man folgende Sportarten auswählen:

  • Laufen
  • Radfahren
  • Schwimmbad
  • Freiwasser
  • SUP (Stand Up Paddeling)
  • Rudern
  • Wandern
  • Langlauf
  • Krafttraining
  • Cardio
  • Sonstiges
  • Multisport (z.B. einen Triathlon Wettkampf)

Voreingestellt sind Laufen, Indoor Laufen, Radfahren, Indoor Radfahren, Schwimmbadschwimmen, Freiwasser Schwimmen und Triathlon. Der Unterschied von Indoor zu Outdoor Sportarten ist das deaktivierte GPS. Beim Schwimmbadschwimmen werden die Bahnen gezählt, sowie der Schwimmstil. Beim Freiwasser ist GPS hingegen aktiviert und der Schwimmstil wird auch aufgezeichnet. Die optische Herzfrequenzmessung ist bei beiden Schwimmaktivitäten deaktiviert, da diese mit Wasser nicht immer richtig funktioniert.

Mir gefällt gut, dass gekoppelte Geräte nur bei den passenden Sportarten gesucht werden. So wird die Suche nach dem Leistungsmesser beim Laufen nicht durchgeführt.

Hat man eine Aktivität beendet, so werden – je nach Verfügbarkeit – Erholungszeit, neue Rekorde, VO2max, eine neue FTP und Laktatschwelle angezeigt. Diese Daten sind uhrgebunden und werden nicht auf andere Uhren – falls man mehrere haben sollte – übertragen. Beendet man die Einheit nicht direkt, sondern drückt nur die Stopp-Taste, so wird nach einigen Sekunden auch die Erholungsherzfrequenz angezeigt. Alles nette Features und zur Selbststeuerung vielleicht interessant. VO2max, FTP und Laktatschwellenwerte sind insofern interessant, um die langfristige Entwicklung zu sehen. Zur Trainingssteuerung würde ich diese nicht nehmen, da es keine Auskunft gibt, wie diese ermittelt werden.

Pulsmessung am Handgelenk

In mehreren Radausfahren und Laufeinheiten habe ich die optische Pulsmessung ausprobiert. Steigt der Puls beim Sport langsam an, so wird dies ohne Probleme erkannt. Legt man jedoch einen sehr kurzen Sprint zurück, so der Pulsanstieg zu spät und abgeflacht aufgezeichnet. Das Problem mit kurzen Intervallen ist Garmin auch bekannt und es wird an einer Lösung gearbeitet, hieß es in einer Support Anfrage über Facebook.garmin forerunner 735xt mit hrm tri

Auf dem Mountain Bike im Wald funktioniert die Messung leider noch schlechter. Durch den unebenen Boden und die vielen Vibrationen am Handgelenk und der Uhr kann eine Messung anscheinend nicht korrekt durchgeführt werden. Dies führt Garmin auch als Messfehler-Problem in den FAQ auf. Ich habe versucht das Armband enger und lockerer zu machen und an anderen Positionen am Arm getragen – jedoch ohne Besserung der Messung. Garmin gibt noch den Tipp, dass man die Uhr auf die Unterseite des Handgelenks dreht, da dort eine Messung einfacher ist. Für einen Test okay, aber die Uhr so während dem Training tragen finde ich unpassend – vielleicht Geschmacksache.

Trainingsplanung

Hast du einen Plan für dein Training, kannst du ihn dir auf der Garmin Connect Website nachbauen. Er wird automatisch in der App angezeigt und muss von dort aus nur noch auf die Uhr übertragen werden. Dort kannst du das Training dann starten.

Je nach Sportart und Einstellung gibt die Uhr Feedback für Intervalle, Runden, über-/unterschreiten von Belastungszonen (Geschwindigkeit, Herzfrequenz oder Leistung) und zeigt das kommende Intervall an. Die letzten Sekunden eines Intervalls werden zusätzlich noch durch ein akustisches Signal angekündigt, sodass man nicht von einem neuen Intervall „überrascht“ wird, falls man länger nicht auf die Uhr geschaut hat.

Ich nutze diese Funktion sehr gerne – die Trainingsplanung funktioniert sehr gut und einfach und das akustische und haptische Feedback während dem Training hilft mir, mich nicht zu verzählen oder Intervalle zu vergessen.

Im Schwimmtraininggarmin forerunner 735xt schwimmen

Beim Schwimmen finde ich die haptische Tasten besonders wichtig. Schlägt man am Bahnende will ich nicht lange nach der Taste suchen, um eine Runde zu markieren. Besonders für Bestandsaufnahmen oder Intervalle mit Abgangszeit/Pausenzeit wichtig. Jedoch hatte ich genau hierbei ein Problem: Von Anfang an passierte es ab und zu, dass zweimal hintereinander eine Runde gezählt wurde – somit wurde die Pause oder das kommende Intervall übersprungen. Verschiedene Drücktechniken auf der Uhr verhalfen auch nicht zur Problembeseitigung. Nachdem die Uhr komplett getauscht wurde, war dieses Problem beseitigt. Seitdem kann ich auf die Tasten drücken wie ich mag (über Wasser natürlich).

Die optische Pulsmessung am Handgelenk wird beim starten einer Schwimmaktivität (Indoor und Freiwasser) deaktiviert, da Wasser zwischen Sensor und Arm die Messung verfälscht. Als Alternative wird der HRM-Swim- und HRM-Tri-Brustgurt angeboten. Sie zeichnen unter Wasser den Puls auf und übertragen diesen an die Uhr, sobald sich beide an der Wasseroberfläche befinden. Dies funktioniert sehr gut und ohne Probleme. Wird das Training beendet und die Daten wurden noch nicht übertragen, sucht die Uhr automatisch nach dem Sender. Ist kein Gurt vorhanden, kann man das Training auch ohne Pulsdaten speichern.

Schwimmstil- und Distanzmessung

Durch den integrierten Beschleunigungssender kann die Uhr auch den Schwimmstil feststellen, was beeindruckend gut funktioniert. In meinen Tests hat die Uhr alle Schwimmstile perfekt erkannt und gespeichert. Zusätzlich werden auch die Armzüge und Bahnen gezählt (und der daraus resultierende SWOLF-Wert berechnet). Vorher muss die Länge der Bahn angegeben werden und durch den Abdruck vom Beckenrand erkennt es die absolvierte Bahn. Auch das funktioniert sehr gut. In zehn Trainingseinheiten ist es mir einmal passiert, dass zwei Bahnen nicht gezählt wurden. Das ist verkraftbar und erleichtert das Bahnen-zählen. Nach kurzer Zeit war ich erschrocken, dass ich mich so schnell ausschließlich auf das technische Hilfsmittel verlassen habe.

Hat man ein geplantes Training gestartet, so piept und vibriert die Uhr auf der letzten Bahn des Intervalls (das bekommt man auch unter Wasser mit!). Am Ende jedes Intervalls musst du nur noch die Rundentaste drücken. Ich liebe dieses Feature! Das einzige, was man nicht machen sollte ist der Schwimmstil-Wechsel innerhalb einer Bahn. Das erkennt die Uhr als fertige Bahn an und zählt diese dann doppelt. Gibt immerhin tolle Zeiten (Um eine falsche Messung zu verhindern, kannst du die Schwimmart „Übung“ auswählen – hier zählt die Uhr die Bahnen nicht und wartet bis du die Rundentaste drückst).

garmin forerunner 735xt freiwasser schwimmenIm Freiwasser gibt es keine Bahnen – trotzdem kann die Uhr die zurückgelegte Distanz berechnen. Über GPS. Und das funktionierte bei meinem Test auch erstaunlich gut. Obwohl die GPS Signale nicht durch Wasser kommen, reicht der Uhr anscheinend die kurze Überwasser-Phase beim Kraulen, um eine korrekte Position zu bestimmen. Die Schwimmstrecke war 1500 Meter lang. 1468 Meter wurden durch die Uhr gemessen – ein vollkommen akzeptables Ergebnis!

Auf dem Rad

Im Radtraining ist die Uhr mit meinem Power2Max Leistungsmesser und HRM-Tri-Brustgurt verbunden. Beide werden sehr schnell gefunden und auch das GPS ist nach 15–20 Sekunden unter freiem Himmel bereit. Genauso werden auch alle Daten, die das Power2Max System zur Verfügung stellt (Links-Rechts-Verhältnis, Leistung Links-Rechts, Trittfrequenz) vollständig aufgezeichnet.

Die Bedienung während der Fahrt ist durch die Tasten super. Runden oder zwischen den Anzeigen durchschalten ist kein Problem. Die Anzeigen selbst sind bei der Leistungsmessung auf eine Stelle vor dem Komma genau und aktualisieren sich sekündlich. Auch die anderen Daten sind immer Live und keine Mittelwert-Berechnung (siehe dazu auch die Analyse beim Laufen weiter unten).

Wie bereits weiter oben beschrieben ist das größte Problem die Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Bei Fahrten ohne schnell ansteigenden Puls und auf der Straße hatte ich keine Messprobleme. Kommen jedoch kurze Sprints hinzu, werden dabei entstehende Pulsspitzen teilweise überhaupt nicht wahrgenommen. Auf Trail Strecken mit dem Mountain Bike hatte ich meist einen zu geringen Puls – durchgehend. Das ist vermutlich aber dem natürlichen Stoß-Vibrations-Problem dieses Messsystems geschuldet.

Beim Laufen

Beim Lauftraining hatte ich keine Probleme. Mit dem HRM-Tri-Brustgurt werden neben dem Puls noch einige Laufökonomie Parameter (Schrittlänge, Schrittfrequenz, vertikale Bewegung, vertikales Verhältnis, Links-Rechts-Verhältnis und Bodenkontaktzeit) aufgezeichnet. Diese kann man sich natürlich auch während dem Laufen anzeigen lassen. Fortgeschrittenere Läufer können somit nochmal von speziell an ihrer Lauftechnik arbeiten.

garmin forerunner 735xt laufenAuf der Laufbahn habe ich die GPS Messung genauer überprüft. Bei mehreren Tests an unterschiedlichen Tagen und Wettverhältnissen habe ich festgestellt, dass das GPS ca. 10–20 Meter mehr gemessen hat. Das Intervall wurde also schon nach 380 Metern beendet. Dies finde ich aber als vollkommen ausreichend, da GPS nie 100% genau sein kann und durch die engen Kurven und dem „langen“ Intervall von mindestens einer Sekunde einige Meter abgeschnitten werden können.

Was mich anfangs gestört hat, jetzt aber als sehr gut empfinde, ist die Tempo-Anzeige. Sie ist nicht sekundengenau, sondern im 5-Sekunden Abstand. Auch habe ich das Gefühl, dass dieser Wert ein Mittelwert aus mehreren Messpunkten ist. Nachdem ich mich daran gewöhnt habe, merke ich den Vorteil: Ein „Live-Tempo“, was immer etwas schwankt, ist bei einem kurzen Blick weniger hilfreich als ein kleiner Bereich der vergangenen Sekunden. Das Tempo wird in der Auswertung natürlich sekunden-genau angezeigt und nicht gerundet. Genauso wird das genaue Tempo bei Tempoüber-/unterschreitung betrachtet.

Ein nettes Feature ist auch das Metronom. Man kann die Schläge pro Minute angeben, sowie die Alarmfrequenz (alle 4 Schläge etc.) – somit kann man wunderbares Frequenztraining durchführen.

Während dem Wettkampf

Die voreingestellte Aktivität „Triathlon“ ist für den Wettkampf gedacht. Startet man eine Aktivität, so muss man nicht während dem Wettkampf die Aktivität beenden und eine Neue starten. Durch drücken der Runden-Taste wird das Schwimmen beendet und automatisch die Wechsel-Zeit gezählt. Drückt man nochmal auf die Runden-Taste startet das Radfahren.

Die externen Geräte werden beim Wechsel automatisch gefunden und verbunden. Auch der Brustgurt überträgt die Schwimm-Pulsdaten automatisch, sobald man an Land ist, ohne das man etwas machen muss. Keine Benachrichtigung, Fokus auf dem Wettkampf. Ich bin begeistert!

Hier könnte bei längeren Wettkämpfen jedoch ein Problem entstehen: Der Akku. 14 Stunden Laufzeit bei GPS und Pulsmessung am Handgelenk reichen nicht für langsamere Langdistanzler. Mit der UltraTrac Funktion bietet Garmin jedoch eine akzeptable Lösung. Somit steigt die Laufzeit auf 21 Stunden. Für noch längere Aktivitäten muss man noch ein paar weitere Funktionen, wie die Pulsmessung am Handgelenk deaktivieren.

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Der Smartwatch-Ersatz?

garmin forerunner 735xt iq appsDie Garmin Forerunner 735XT kann man nicht nur als reine Sportuhr nutzen, sondern auch als Alltags-Smartwatch. Durch die diversen Widgets und IQ Apps bietet sie viele nützliche Funktionen. Bei mir hat
sie sogar meine alte Apple Watch Sport ersetzt – sie bietet das, was ich auch mit der Apple Watch gemaht habe. Kalender, Schrittzäler, 24h Pulsentwicklung, Benachrichtigungen anzeigen und die Stoppuhr/Timer. Natürlich gibt es kein Siri und Antworten auf Nachrichten geht auch nicht – das habe ich aber selbst auf der Apple Watch selten genutzt.
Wer sich überlegt, ob die Forerunner 735XT eine andere, reine Smartwatch ersetzen kann, sollte sich Fragen, welche Funktionen er wirklich regelmäßig nutzt. Ich konnte für mich feststellen, dass vieles zwar nett ist, aber selten genutzt wurde.

Fitness Tracker – Beweg dich du Sau!

Die Fitness Tracker Funktionen sind ganz nett. Mit dem Pulsverlauf über den Tag kann man sich noch mal bewusst machen, wie viel Ruhephasen man hatte. Ich nutze diesen Teil am meisten, um meinen Ruhepuls im Wochen- und Monatsverlauf zu beobachten. So kann man bei einer leichten Abweichung schon eine Überbelastung oder anbahnende Krankheit erkennen.

Der Schrittzähler und Inaktivitätswarner motivieren mich dann schon mehr. Eine Stunde nicht bewegt, vibriert die Uhr und zeigt „Los!“ auf dem Bildschirm an. Das motiviert mich auch mal während der Arbeit oder beim Lesen und Lernen aufzustehen und ein paar Treppenstufen zu gehen. Das automatisch berechnete und angepasste Tagesziel zu erreichen ist jeden Tag eine kleine Herausforderung und macht Spaß. An Tagen mit Lauftraining einfach zu erreichen, ist an den anderen Tagen noch meist ein Spaziergang nötig, um das Ziel zu erreichen. Für Leute, die sich am Tag wenig bewegen immer wieder gut – nicht nur für das Ziel, sondern auch um den Kreislauf in Schwung zu bringen und den Kopf mal mit etwas Anderem zu beschäftigen!

Uhr beim Schlafen

Normalerweise lege ich die Uhr während dem Schlafen an die Seite. Andere Uhren haben mich Nachts immer gestört oder ich fühlte mich eingeengt. Für den Test habe ich sie zwei Tage lang auch während dem Schlafen getragen. Ich habe nichts von ihr gemerkt, außer, wenn ich mit dem Kopf ans Handgelenk kam oder die automatische Bildschirmbeleuchtung an ging.garmin connect app schlaf

Trägt man die Uhr auch in der Nacht, so misst sie die Bewegungen im Schlaf und kann darüber die Schlafphasen feststellen. Diese kann man sich am nächsten Morgen dann in der Garmin Connect App anschauen. Das ich schlecht geschlafen habe, muss mir aber nicht die App sagen – das merke ich auch so. Ob der Schlaf durch die durchgehenden elektromagnetischen Wellen der Uhr gestört werden, muss jeder für sich entscheiden.

Legt man die Uhr während dem Schlafen ab, so zeichnet die Uhr trotzdem alle Bewegungen auf. Da jedoch Keine stattfinden, wird angenommen, dass man im durchgehenden Tiefschlaf ist. Legt man sie direkt vor dem Schlafen und nach dem Aufstehen an hat man zumindest eine recht genaue Anzeige der Schlafenszeit (die für die längerfristige Entwicklung wieder interessant wird).

Garmin Connect Website

Die App synchronisiert alle Daten zur Garmin Connect Website. Sie bietet über die App hinaus noch weitere Tools und Funktionen zur Analyse der Daten. Die Planung der Trainingseinheiten kann ausschließlich dort gemacht werden. Auch die Puls-, Tempo- und Leistungszonen kann man nur auf der Website einstellen. Für die mittel- und langfristige Trainingsverlauf-Analyse werden einige Grundfunktionen geboten – nichts besonderes, aber für Zahlenfreunde ganz nett.

Sie stellt für mich eine Ergänzung der App dar – ein schneller Blick in das absolvierte Training mache ich in der App und zur genauen Analyse gehts an den Rechner auf die Website. Neben den oben erwähnten Funktionen nutze ich die Website aber eher selten und meistens die iPhone App.

Datenschutz

Alle erfassten Daten werden über die Garmin Connect App auf die Garmin Server geladen. Da stellt sich natürlich auch die Frage, was Garmin mit den gespeicherten Daten macht (Ich beziehe mich in diesem Abschnitt auf die Datenschutzerklärung vom 11. Januar 2016 – ohne Gewähr auf Richtigkeit).

Unterschieden werden zwei Arten von Informationen:

Persönliche Daten

Persönliche Daten sind Daten, die eine Person identifizieren können. Das heißt, dass Garmin dich erkennen und darüber eindeutig zuweisen kann. Hierunter fallen („unter Umständen“) Namen, Postanschrift, Telefonnummer, Email-Adresse und Informationen zur Zahlungskarte. Hierbei gibt Garmin sechs Zwecke an: Kommunikation, Support, Käufe, Werbeaktionen (wenn man daran teilnimmt) und selbst veröffentliche Daten (z.B. in Foren und Chats). Als letzten Punkt führt Garmin die „Nutzung durch das Unternehmen“ an. Hierbei sind die Nutzung für statistische, betriebliche, sowie für marketingtechnische-Zwecke erwähnenswert. Neben demografischen Trends und Vertriebsberichten werden auch Konsum-Trends erstellt.

Andere Informationen – werden unsere Daten verkauft?

Andere Informationen sind Informationen und Daten, mit denen man dich nicht als Einzelperson identifizieren kann. So könnte man keine Rückschlüsse auf dich ziehen, wenn man nur deine Pulsfrequenz-Daten hat.

Garmin behält sich das Recht vor, andere Informationen mit persönlichen Daten zu kombinieren. Somit fallen diese Daten dann auch unter den Anwendungsbereich „persönliche Daten“ wie oben beschrieben.

Besondere Bedeutung hat für mich folgender Auszug, der sich bei Positionsdaten, Aktivitäten und Aktivitätsdaten ähnlich wiederfinden lässt:

“Garmin verwendet hochgeladene Aktivitätsdaten möglicherweise als anonyme und zusammengefasste Daten, sodass keinerlei Rückschlüsse auf Ihre Person möglich sind, um die Qualität der eigenen Produkte und Apps zu verbessern. […] Garmin überträgt oder verkauft Ihre Aktivitätsdaten nicht an Drittanbieter, ohne Sie vorher darüber benachrichtigt und Ihre Zustimmung erhalten zu haben.”

Uns wird versichert, dass diese Daten ausschließlich anonym ausgewertet werden. Eine Kombination der Daten, um wiederum Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ziehen (was durch Big Data Analysen möglich ist) kann durch eine Zusammenfassung der Daten nicht durchgeführt werden. Begründet wird die Nutzung der Daten durch die Verbesserung der eigenen Produkte – und das kommt uns auch zugute. Ich kann es akzeptieren, dass meine Daten anonym genutzt werden, um Trends festzustellen oder Produkte zu verbessern. Was ich jedoch nicht mehr akzeptiere ist der Verkauf meiner Daten zu Werbezwecken. Diese werden – ohne Zustimmung – auch nicht verkauft. Bedeutet also bei so sensiblen Daten aufmerksam die zu setzenden Häkchen betrachten. Zusätzlich bietet Garmin die E-Mail Adresse productsupport.privacy@garmin.com an, über die man die Marketing-Maßnahmen ablehnen und widerrufen kann.

Da Garmin International, Inc. in den USA die hochgeladenen Daten speichert gelten auch die Datenschutzgesetze der USA. Garmin gibt an, dass eine Datenweitergabe nur bei Strafverfolgung, Anfrage durch Behörden und durch anwendbare Gesetze erfolgt. Warum eine Weitergabe der Daten (auf Anforderung) an staatliche Behörden der USA kritisch ist, hat uns immer wieder Edward Snowden gezeigt.

Garmin Kundenservice

Bevor ich ein Fazit ziehe, möchte ich noch auf den Garmin Kundenservice eingehen, den ich ausgiebig testen „durfte“. Meine Uhr hatte beim Schwimmen einen technischen Defekt: Sie hat manchmal den Druck auf die Runden-Taste doppelt gezählt. Ich dachte erst, dass es vielleicht an mir lag – also habe ich eine „Drücktechniken“ ausprobiert. Leider ohne Besserung.

Also habe ich die naheliegendste Möglichkeit gesucht: Der Kontakt mit Garmin Deutschland auf Facebook. Schon nach einer kurzen Erklärung musste ich nur die Seriennummer der Uhr durchgeben und schon habe ich ein Retouren-Label erhalten, damit ich die Uhr einschicken konnte. Zwar habe ich auf eine bessere Lösung gehofft, aber okay – wenn kaputt, dann eben kaputt. Direkt eingepackt und losgeschickt. Die Paketverfolgung zeigte ein paar Tage später die erfolgreiche Auslieferung an – aber von Garmin keine Nachricht. Nach ein paar Tagen wurde ich unruhig und habe noch mal die Social Media Abteilung kontaktiert. Diese beruhigte mich – der Prozess wird gerade umstrukturiert, weshalb die Kommunikation gerade etwas leidet.

Kurz darauf erhielt ich eine Bestätigung, dass die Uhr ankam. Zwei Tage später die nächste Mail, dass ein Paket versandt wurde. Als die Uhr nach insgesamt über 15 Tagen endlich wieder bei war, stellte ich fest, dass ich eine komplett neue Uhr erhielt. Immerhin ein kleiner Trost für das lange Warten.

Die Facebook-Kommunikation: Wunderbar. Schnell, zuvorkommend, sehr freundlich. Die Reklamationskommunikation dagegen ist schrecklich. Als wartender, hoffender Kunde wird man da ganz schön im Regen stehen gelassen. Deutliches Verbesserungspotential!



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Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Uhr ihr Geld wert ist. Viele tolle und durchdachte Funktionen für den Sport, aber auch den Alltag. Die einfache Verbindung mit dem Smartphone und der App, sowie externen Geräten ist toll. Die Software gefällt mir gut und funktioniert einwandfrei, solange man Internet hat. Ohne Internet ist die App jedoch fast wertlos.

Das einzige, was mich wirklich enttäuscht hat, ist neben der Reklamation die optische Herzfrequenzerkennung. Sie war auch ein Grund, warum ich mir die Uhr gekauft habe: Um keinen Brustgurt mehr tragen zu müssen. Mit dem HRM-Tri Brustgurt bekommt man jedoch viele tolle Laufökonomie Daten zusätzlich geliefert. Schlägt aber auch mit knapp 100 Euro nochmal ordentlich zu (Man kann aber auch jeden anderen ANT+ fähigen Pulsgurt koppeln).

Für wen sie geeignet und nicht geeignet ist

Wer schon länger diesen Sport betreibt und eine Sportuhr für das Training und den (Triathlon) Wettkampf sucht, aber auch im Alltag eine Smartwatch nutzen möchte, wird mit der Garmin Forerunner 735XT sicherlich nicht enttäuscht.

Für reine Schwimmer, Radfahrer oder Läufer ist sie nicht geeignet – hier gibt es von Garmin und anderen Herstellern Sportuhren, die teilweise sogar noch besser auf die einzelne Sportart zugeschnitten sind. Auch sind Triathlon Anfänger vermutlich mit der Funktionsvielfalt und der Datenmenge überfordert. Besonders Anfänger sollten nicht zu sehr auf Daten achten, sondern ein gutes Körpergefühl bekommen. Hier reicht eine günstigere Sportuhr für lange Zeit aus.

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Du suchst nach einer reinen Läuferuhr? Vielleicht ist dann die Garmin Forerunner 235 etwas für dich!

P.S. Das interaktive, sehr umfangreiche Handbuch findest du unter http://www8.garmin.com/manuals/webhelp/forerunner735/DE-DE/GUID–8B9070D6-C0EA–45EE–8F62–1602492BF264.html



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Endwertung Garmin Forerunner 735XT
  • 8/10
    Display - 8/10
  • 9/10
    Funktion - 9/10
  • 9/10
    Tragekomfort - 9/10
  • 9/10
    Messgenauigkeit - 9/10
  • 9/10
    Alltagstauglichkeit - 9/10
  • 10/10
    Trainingstauglichkeit - 10/10
  • 10/10
    Wettkampftauglichkeit - 10/10
9.1/10

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