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Die Garmin vivoactive HR Sportuhr im großen Test

Garmin Vivoactive HR Display Welcome
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Geschrieben von Max
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Die Garmin Vivoactive HR mit Touchscreen und Pulsmesser am Handgelenk kann vieles. Für 269,99€ (UVP) ist sie im mittleren Preissegment angesiedelt. Wie macht sie sich im Training als Aktivitätstracker oder Smartwatch? Und für wen ist sie geeignet? Erfahre es im Garmin Vivoactive HR Test!

Der erste Eindruck

Nach dem Auspacken sieht die Vivoactive HR etwas langweilig aus. Sie ist 30mm breit und somit breiter als viele andere Fitness Armbänder und mit seinen 12mm auch recht hoch. Das Farbdisplay ist Touch-sensitiv und reagiert gut, wenn man sich mal an den Druckpunkt etwas gewöhnt hat. Unter dem Display gibt es zwei kleine Tasten, die die Displaybedienung ergänzen.

Garmin Vivoactive HR Unboxing

Auf der Rückseite befindet sich der optische Pulsmesser mit Pulsoxymetrie-Verfahren. Er besitzt, wie alle neueren Garmin Uhren mit Pulsmessung am Handgelenk, drei LEDs und in der Mitte einen Sensor, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu messen und daraus den Puls zu berechnen. Wie gut dieser funktioniert, erfährst du weiter unten.

Garmin Vivoactive HR Macro Side WristDas Armband ist genauso breit wie die Uhr selbst und passt optisch gut zusammen. Es wirkt wie eine Einheit, jedoch ist das Armband an seinem Scharnier wechselbar.

Die Uhr und das Armband fühlen sich sehr angenehm zu tragen an. Das einzige was etwas stört ist die Höhe der Uhr – sie ragt ein ganzes Stück hervor und man bleibt daran öfter hängen. Durch das dickere Armband hatte ich aber nie das Gefühl, dass ich sie damit abreißen könnte. Sie wirkt gesamtheitlich sehr solide.

Akku

Garmin gibt eine Betriebsdauer von 8 Tagen im Smartwatch-Modus an, also mit Pulsmessung rund um die Uhr. Natürlich kommt noch die ein oder andere Trainingseinheit dazwischen, sodass sich die Akkulaufzeit verringert. Ich bin auf 5 Tage Akkulaufzeit mit 5,5 Stunden Training gekommen.

Garmin Vivoactive HR accu 100 percentDie Garmin Vivoactive HR wird mit der beigelegten Ladeklemme geladen. Die Klemme wird mit etwas druck einfach hinter die Uhr geschnallt. Ist die Uhr einmal in der Ladeklemme drin, sitzt sie bombenfest. Nach knapp einer Stunde war die Uhr schon fast wieder auf 100% der Ladekapazität. Jedoch benötigt man noch ein USB Netzteil, welches nicht im Lieferumfang dabei ist.

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Display und Bedienung

Garmin Vivoactive HR nachtsDas Display spiegelt, ist jedoch in fast allen Situationen hell genug. Außer bei Gegenlicht ist das Display etwas zu dunkel. Dafürgibt es aber eine Hintergrundbeleuchtung, die sehr homogen und blendet nicht. Sie wird aktiviert, indem man eine Taste drückt oder den Bildschirm berührt. Im Training wird sie automatisch aktiviert, wenn die Umgebung zu dunkel ist und man das Handgelenk dreht.

Der Touchscreen lässt sich sehr gut bedienen. Man muss etwas fester aufdrücken und am besten mit der ganzen Fingerspitze. Manche Buttons liegen teilweise zu dicht zusammen, dass ich das Gefühl hatte, daneben zu drücken. Am Anfang habe ich noch immer von der Seite kontrolliert, was ich treffe – mit der Zeit wurde ich aber immer sicherer. Und verdrückt habe ich mich nur selten.

Garmin Vivoactive HR Macro Front WristUnterhalb des Displays befinden sich zwei haptische Tasten. Sie sind teilweiße doppelt belegt, indem man sie kurz oder lange drückt. Die linke Taste ist für Zurück und die rechte für bestätigen oder um in das Hauptmenü zu gelangen. Der Druckpunkt ist super – nicht zu schwer oder zu leicht, sodass man Angst hat, sie ständig aus Versehen zu drücken.

Garmin Vivoactive HR im Alltag – Die Smartwatch Funktionen

Die Bedienung im Alltag ist sehr intuitiv. Mit dem rechten Button kommt man zum Vorstart-Bereich, wo man die Sportart auswählen kann. Drückt man die Taste länger, so gelangt man in das Hauptmenü der Uhr. Mit dem linken Button kommt man eine Menüebene oder zur Uhrenansicht zurück. Möchte man zwischen den Widgets wechseln, so muss man nur von oben nach unten auf dem Display wischen. Mit einem Klick auf das Widget bekommt man meist sogar noch mehr Informationen angezeigt.

Garmin Vivoactive HR Hands-On

Vom Tragekomfort ist sie auch sehr angenehm auf der Haut. Einmal angelegt und ein paar Minuten getragen merkt man sie nur ganz selten. Unter einem langen Ärmel sieht dies etwas anders aus. Dadurch, dass sie recht weit vom Handgelenk absteht, bleibt man häufiger mit dem Ärmel oder Rucksack daran hängen. Nach einer Eingewöhnungsphase wird das aber auch besser. Auch das breite Silikon Armband macht sich gut. In keiner Situation hatte ich das Gefühl, die Uhr ausziehen zu müssen, weil es unangenehm wird.

Fitness oder Sportuhr?

Die Garmin vivoactive HR ist eine Mischung aus Smartwatch mit Fitness Tracker Funktionen und Sportuhr. Jedoch spürt man schon einen deutlichen Fokus auf die tägliche Smartwatch Nutzung. So bekommt man regelmäßige Statusupdates über sein Tages-Schritt-Ziel, dem Wochenziel oder auch motivierende „Insights“, die auf langfristigen Analysen beruhen. Dadurch wird man immer wieder motiviert, sich regelmäßig zu bewegen.

MoveIQ erkennt automatisch Bewegungen, die bekannten Verhaltensmustern entsprechen. So kann die Uhr feststellen, dass man eine gewisse Zeit geradelt oder gegangen ist, ohne ein Training zu starten. Dieses wird dann aber nicht als „normale“ Trainingseinheit angezeigt, sondern erscheinen als Hinweis in der Tagesverlauf-Ansicht.Garmin Vivoactive HR connect app day view

Im Garmin IQ Shop auf dem Smartphone kann man die vivoactive HR mit vielen Funktionen erweitern. So kann man das Watch Face, die Standard Uhrenansicht, verändern und anpassen. Hinzu kommt die Möglichkeit verschiedene Widgets runterzuladen. Das sind Funktionen, wie etwa das Wetter, die von der Uhrenansicht mit einem Swipe nach oben oder unten erreicht werden. Dabei sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Einige Sportprofile sind vorinstalliert – weitere können im IQ Shop heruntergeladen werden. Standardmäßig sind folgende Sportarten vorhanden: Laufen, Radfahren, Schwimmbadschwimmen, Golfen, Walken, Rudern, Stand Up Paddeling, Ski/Snowboarding, Skilanglauf, Run Indoor, Bike Indoor, Walk Indoor, Row Indoor und Sonstige. Je nach Sportart sind manche Funktionen (wie etwa GPS bei Indoor Aktivitäten) deaktiviert.

Training und Wettkampf

Im Training und Wettkampf macht die vivoactive HR auch eine super Figur. Sie unterstützt ANT+, das Übertragungsprotokoll für Sportequipment. Darüber lassen sich diverse Sensoren sehr einfach koppeln. Dies funktionierte auch problemlos, außer die Verbindung mit einem Leistungsmesser am Fahrrad. Mit meiner Forerunner 735XT war dies kein Problem, aber anscheinend drängt Garmin darauf, eine teurere Uhr zu kaufen, möchte man „fortgeschrittenere“ Daten sammeln. Das ist zwar ärgerlich, aber für die meisten Anfänger stellt sich diese Frage wohl auch eher weniger.

Garmin Vivoactive HR RunningHat man ein Training gestartet, so kann man auf dem Touchscreen die Ansichten durch ein Wisch nach oben oder unten ändern. Diese beinhalten 1-3 Datenfelder, die man individuell anpassen kann. Dabei stehen maximal 4 Ansichten zur Verfügung. Mit der linken Taste kann man eine Runde aufzeichnen und mit der Rechten stoppt und startet man das Training.

Generell muss ich sagen, dass mir ein Touchscreen während dem Training nicht so gut gefällt. Auf dem Rad ist noch einigermaßen möglich zwischen den Ansichten zu wechseln. Beim Laufen ist die Bedienung durch die ständigen Stöße schwierig. Haptische Tasten zum Wechseln sind in solchen Situationen durch das Feedback wesentlich angenehmer. Die beiden Tasten sind hingegen super und auch ohne Hinschauen bedienbar.

Garmin Vivoactive HR SwimWährend dem Schwimmen kann man den Touchscreen unter Wasser nicht bedienen. Er reagiert nicht, macht aber auch keine Fehler, wenn man ihn aus Versehen berührt (im Vergleich zur Apple Watch, die unter Wasser das gemacht hat, was sie wollte, wenn man sie berührt hat). Unter der Dusche oder am Beckenrand lässt sich das Display jedoch recht gut und nur mit wenigen Problemen bedienen. Die Sportuhr besitzt die Möglichkeit Runden, Armzüge und Schwimmstile zu erkennen – das macht sie sehr gut und genau.

Genauigkeit der optischen Pulsmessung und vom GPS

Die Garmin vivoactive HR bietet eine optische Pulsmessung am Handgelenk. Doch wie genau ist er? Als Referenz habe ich meine Forerunner 735XT mit dem Garmin HR Tri Brustgurt verbunden. Der Pulsmesser der vivoactive HR was innerhalb weniger Sekunden bereit und ich konnte mit beiden Uhren eine Runde laufen.

Garmin Vivoactive HR heart rate

Die blaue Linie ist die Messung der Vivoactive HR, die Orangene die des Brustgurts. Man sieht deutlich den Unterschied. Bei gleichmäßigem Puls ist die vivoactive HR immer ein paar Schlänge unterhalb der Messung mit dem Brustgurt (Kilometer 6 bis 10). Der Puls liegt in Summe 2 Schläge unterhalb der Brustgurt-Messung. Anders sieht dies bei kurzen Sprints aus, wo der Puls nur kurz sehr stark ansteigt. Nach dem 5. und 10. Kilometer sieht man deutlich, dass die Pulsspitzen überhaupt nicht wahrgenommen werden.

Garmin Vivoactive HR gps accuracyDie Vivoactive HR hat GPS Signal sehr schnell gefunden und war während dem Training auch sehr genau. Wie im Bild zu sehen, ist die Abweichung vom Weg sehr gering. Auch in Summe sieht man deutlich, dass die Distanz sehr genau ist. Die Höhenmessung funktioniert sogar deutlich besser als die der Forerunner 735XT, da ein barometrischer Höhenmesser eingebaut ist. Die Höhenmessung der Forerunner 735XT wurde im Nachhinein berechnet.

Garmin Vivoactive HR Summed Data

Garmin Connect App

Garmin Vivoactive HR garmin connect app
Die Uhr lässt sich einfach und schnell mit der Garmin Connect App für das Smartphone verbinden. Die App dient als Schnittstelle zu der Garmin Connect Website und als Verwaltungszentrale der gesammelten Daten. Dort findet man auch Tages-, Wochen- und Monatsstatistiken, Ansicht der absolvierten Trainingseinheiten und Gesundheitsstatistiken.

Auf der Garmin Connect Website kann man Trainings erstellen, die man auf einige Uhren übertragen kann. Damit werden Vorgaben wie Distanz, Dauer, Wiederholungen und Tempo-/Puls-/Schrittfrequenz-Zonen direkt auf der Uhr angezeigt. Eine tolle Funktion, die es bei der Garmin vivoactive HR leider nicht gibt. Auch hier zwingt Garmin dann auf ein teureres Modell umzusteigen. Diese Funktion habe ich bei der Garmin Forerunner 735XT kennen und lieben gelernt und vermisse sie bei der vivoactive HR sehr.



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Für wen geeignet? Für wen nicht?

Die Garmin Vivoactive HR ist mit ihrem Preis von 269,99€ UVP im mittleren Preissegment angesiedelt. Dafür erhält man sehr gute und viele Funktionen für Anfänger und fortgeschrittene Sportler. Sie ist für die Nutzung am ganzen Tag ausgelegt, und erinnert regelmäßig sich zu bewegen. Zusätzlich bekommt man ständig motivierende Statusanzeigen. Auch für ambitionierte Triathleten, die sich sicher sind, keinen Leistungsmesser für das Fahrrad zu kaufen und über ein paar kleinen Schwächen hinweg zu sehen, ist sie sehr gut geeignet!

Einzig für Sportler, die gerne ihr Training auf der Uhr haben möchten, einen Leistungsmesser verbinden wollen und haptische Tasten einem Touchscreen bevorzugen ist sie nicht geeignet.

Du suchst nach einer reinen Läuferuhr? Vielleicht ist dann die Garmin Forerunner 235 etwas für dich!

Alternativ haben wir für dich auch die Polar M200 getestet. Schau auch mal in die Kommentare, da hat Stefan eine tolle Gegenüberstellung geschrieben.

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Endwertung Garmin Vivoactive HR
  • 7/10
    Display - 7/10
  • 9/10
    Funktion - 9/10
  • 8/10
    Tragekomfort - 8/10
  • 8/10
    Messgenauigkeit - 8/10
  • 8/10
    Alltagstauglichkeit - 8/10
  • 8/10
    Trainingstauglichkeit - 8/10
  • 8/10
    Wettkampftauglichkeit - 8/10
8/10

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